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30.11.15 – Kuscheltiere

Stiftung Warentest: Umstrittenes Ergebnis

Im Plüschtier-Test der Stiftung Warentest vergaben die Tester 21-mal die Note „mangelhaft“. 

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Nur ein Plüschtier konnte die Bestnote 1,0 erringen. (Foto: Fritz Zühlke/pixelio.de)

 

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 30 exemplarisch ausgewählte Kuscheltiere einem umfangreichen Sicherheitstest unterzogen. Dabei wurden die plüschigen Gesellen auf nach eigenen Angaben rund 180 verschiedenen Chemikalien untersucht. Darüber hinaus wurde geprüft, ob sich verschluckbare Kleinteile lösen, die Nähte reißfest und die Tiere speichel- und schweißecht sind. Zugrunde gelegt haben die Tester die europäischen Sicherheitsnormen zur Spielzeugsicherheit (EN 71) und die Vorgaben für das GS-Zeichen.
 
21 Kuscheltiere erhielten das Urteil „mangelhaft“, drei davon wurden als nicht verkehrsfähig eingestuft. Hier rissen die Nähte zu leicht auf, so dass Kinder das Füllmaterial leicht herauspulen, verschlucken und ersticken können. Bei den anderen Tieren enthalten laut Testbericht Plüsch, Etikett oder Mähne gefährliche Schadstoffe wie bestimmte Duftstoffe, Formaldehyd, NPE, Phthalate und vor allem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die krebserregend sind. 
 
Empfehlen kann die Stiftung Warentest nur acht Plüschtiere. Dabei handelt es sich um einen Hasen der Firma Senger Tierpuppen (1,0), Smiki Hund (1,6) von Spiele Max, Bob der Bär Affenbaby (1,7) von Galeria Kaufhof, ein Lämmchen (1,7) von KIK, Katze Sweety (1,7) von Sigikid, Mein Bio Kuschelbär (2,2) von Oetinger Natur und der Elefant aus der Sendung mit der Maus (2,4) von Schmidt Spiele. Die Janosch Tigerente von Heunec erhielt immerhin ein „befriedigend“ (3,1).
 
Nicht erfreut über das Vorgehen der Stiftung Warentest, bezog der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) Stellung: „Die Stiftung Warentest legt (...) wieder einmal selbstdefinierte, intransparente Kriterien und Vorgaben freiwilliger Prüfsiegel zugrunde, die nicht auf den gesetzlichen Vorgaben basieren, an denen sich die Spielzeughersteller orientieren,“ heißt es in einer Mitteilung.
 
Die Tester richteten sich nicht nur nach den europäischen Sicherheitsnormen, sondern bezogen die strengeren Maßstäbe für das freiwillige GS-Zeichen mit ein, “aus Gründen der Vorsorge“, wie es im Testbericht heißt. Der DVSI dagegen spricht von einem „verzerrten Bild“ und einem „alarmistischem Testbericht“. Weiter heißt es: „Die Testergebnisse von Stiftung Warentest stellen somit das Gesamtbild nicht differenziert und sachlich korrekt dar.“
 
Auch bemängelt der DVSI die fehlenden Angaben zu den Messwerten. Zudem sei es für Verbraucher nicht nachvollziehbar, dass die Stiftung Warentest eigene Maßstäbe jenseits der gesetzlichen Grundlage anlege. Der DVSI appelliert an die Vebraucher: „Lassen Sie sich nicht verunsichern. Es besteht bei allen 30 Plüschtieren im Test kein toxikologisches Risiko für unsere Kinder.“