04.05.26 – Erpressungsversuch
Hipp: Verdächtiger gefasst
Erleichterung bei Hipp: Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den Babykosthersteller haben österreichische Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Eisenstadt handelt es sich um einen 39-jährigen Mann, der in Österreich gefasst wurde. Der mutmaßliche Erpresser werde derzeit vernommen, weitere Angaben zu seiner Identität oder zu möglichen Hintergründen machten die Behörden mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe zunächst nicht.
Ausgangspunkt des Verfahrens ist ein Erpressungsversuch, bei dem Gläschen mit Babynahrung des Traditionsunternehmens manipuliert worden sein sollen. In mindestens einem Fall waren in einem Hipp-Produkt Spuren von Rattengift entdeckt worden. Ob es darüber hinaus noch weitere betroffene Gläser gab, ist bislang nicht offiziell bestätigt. Klar ist: Die Ermittler gingen von Anfang an von einer gezielten Erpressung zulasten des Herstellers aus. Nach Informationen der Kronenzeitung hatte der Täter zwei Millionen Euro in Kryptowährung verlangt.
Hipp mit Sitz im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm hatte den Fall am 20. April 2026 öffentlich gemacht. Man habe unmittelbar nach Kenntnisnahme die Polizei und die zuständigen Behörden informiert sowie einen internen Krisenstab eingerichtet, um mit den Ermittlern zu kooperieren und mögliche Risiken für Verbraucher so gering wie möglich zu halten.
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden laut Polizei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser entdeckt. In einem in Österreich sichergestellten 190-Gramm-Gläschen "Karotten mit Kartoffeln" fanden die Ermittler 15 Mikrogramm Rattengift. Ein zweites eventuell vergiftetes Gläschen wird derzeit in Österreich noch gesucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen.



