Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

04.07.19 – Stiftung Warentest

Fahrradanhänger: Nur drei gute Modelle

Die Stiftung Warentest hat zwölf Fahrradanhänger auf Herz und Nieren geprüft und rät von fünf Modellen ab. Lesen Sie hier die Ergebnisse aus dem Heft 7/2019 in der Zusammenfassung.

Thule-Chariot-nahe.jpg

Die Anhänger des schwedischen Herstellers Thule fahren den Sieg im aktuellen Test ein. © Thule

 
PrimopetFroggy.jpg

„Ein gefährliches Schnäppchen“, warnte die Stiftung Warentest bereits im Mai. Der Anhänger „Froggy“ kostet nur 85 Euro. © Primopet/Stiftung Warentest

 

Für die aktuelle Testrunde nahm die Stiftung Warentest neun Zweisitzer und drei Einsitzer unter die Lupe, darunter Spitzenmodelle für bis zu 925 Euro und einfache Hänger ab 96 Euro. Fast alle Modelle lassen sich nicht nur vom Fahrrad ziehen, sondern auch als Buggy schieben.

Testsieger ist der Chariot Cross von Thule als Ein- und Zweisitzer (Note 2,1 bzw. 2,2). Ebenfalls gut schnitt der Hamax Outback ab (2,4), ein "Befriedigend“ erhielt der Leggero Vento R Sail Family (2,7). Alles insgesamt hochpreisige Modelle, die die Stiftung Warentest aber als gute Investition ansieht, da der Nachwuchs darin einige Jahre fährt.

Nicht genug Platz für größere Kinder

Die Modelle Burley D'Lite X sowie Croozer for 1 und 2 erhielten die Note "Ausreichend". Die Prüfer bemängelten den wenigen Platz für größere Kinder. So wird die Rückenlehne in den Anhängern von Croozer, obwohl für Kinder bis zu sechs Jahren gedacht, schon mit drei Jahren bald zu niedrig, bei den Modellen von Burley und Qeridoo wachsen Kinder ebenfalls zu schnell heraus. Den Platzmangel für den Kopf kompensiert der Nachwuchs, indem er mit dem Po nach vorne rutscht. Das wiederum begünstigt eine schlechte Haltung, so Stiftung Warentest.

Am meisten Platz haben Kinder in den Modellen von Hamax und Leggero, zweiter stützt auch den Rücken mit seiner harten Lehne sehr gut ab. Die Rückenlehnen der drei Hänger unter 300 Euro Point-Helmig, Prophete und Froggy vergleicht die Stiftung Warentest mit Hängematten, da hier Kinderrücken quasi durchhängen. Auch Burley und Croozer böten keine optimale Stütze, so die Tester.

Nicht nur nach oben ist bei einigen Anhängern wenig Platz, sondern auch in der Breite. Der Zweier-Croozer ist der breiteste Hänger im Test, bietet aber nur sehr schmale Sitze, die größeren Kindern bald zu eng werden.

Werden die Anhänger als Buggys genutzt, empfiehlt das Verbrauchermagazin die robusten Modelle von Hamax, Burley und den Thule Chariot Cross 1. Schäden im Buggy-Dauertest, wie Brüche von Schrauben und Federung, erlitten die Anhänger von Croozer, Qeridoo und Leggero. Bei den Modellen von Burley und Hamax müssen Eltern darauf achten, diese gleichmäßig zu beladen, damit sie nicht nach hinten kippen.

Fünf Modelle fallen durch

Die Note „Mangelhaft“ vergab Stiftung Warentest insgesamt an fünf Wagen, also fast die Hälfte, und rät von einem Kauf ab. Beim Anhänger Point-Helmig (4,6) ließen sich die Gurtschnallen zu leicht öffnen, bei einem Überschlag besteht zudem eine erhöhte Gefahr von Kopfverletzungen. Das seitliche Sichtfenster der Qeridoo-Modelle Kidgoo 1 und 2 (beide Note 4,6) enthielt das Flammschutzmittel TDCP, das in Spielzeug für Kinder unter drei Jahren verboten ist. Da das Sichtfenster im Kontaktbereich des Kindes liegt, wurde nach den Spielzeug-Grenzwerten bewertet.

Der Schiebegriff des Prophete (Note 4,9) enthielt mehr Chlorparaffine als erlaubt und bei Froggy (5,5) rissen im Labor- und Praxistest die Sicherheitsgurte (baby&junior berichtete).