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12.11.18 – Babyschlafsäcke im Test

Zu viele Schadstoffe, zu wenig Information

Für seine Sonderausgabe „Kinder und Familie 2018“ hat das Verbrauchermagazin Öko-Test Babyschlafsäcke getestet. Ergebnis: Die Bestnote bekommt kein Modell.

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In den ersten beiden Lebensjahren sollten Babys nachts am besten einen Schlafsack anziehen. © Aerosleep

 

Insgesamt 13 Babyschlafsäcke, überwiegend in der Größe 70 cm, wurden insbesondere auf Sicherheit und Schadstoffbelastung hin getestet. Für die Untersuchung der Schadstoffe wurden verschiedene Labore beauftragt. Keins der Modelle konnte die Bestnote erringen, lediglich vier Schlafsäcke erhielten das Gesamturteil „Gut“: ein hellrosa gepunkteter Schlafsack von H&M, der gefütterte Julius Zöllner-Jerseyschlafsack in Hellblau, Babyschlafsack SSW-Lammflor natur von Prolana und der hellblaue Pyttesma Schlafsack von Ikea.

Oft zu schadstoffhaltig

Zu hohen Abzügen in der Gesamtwertung bei vielen Modellen führten die festgestellten Schadstoffkonzentrationen. Gefunden wurden erhöhte Antimon-Werte, optische Aufheller und halogenorganische Verbindungen. Der Kugelschlafsack Thermo Stars beige von Alvi ist so stark mit Schadstoffen belastet, dass er mit der Note „Mangelhaft“ durch den Test fällt. Auch in elf weiteren Modellen finden sich die genannten Problemstoffe, meist im Futterstoff oder in den Etiketten. Nur der Prolana-Sack und der Bambini Schlafsack Skyrider von Lotties wiesen keine kritischen Zusätze auf.

 Gebrauchs- und Warnhinweise fehlen

In puncto Sicherheit haben sich die Tester bei der Prüfung an der Fachinformation Hildegard Jorchs von der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) orientiert, denn eine eine klassische DIN-Norm für Babyschlafsäcke gibt es noch nicht. Beanstandet wurde, dass viele der untersuchten Modelle bisher ohne Gebrauchs- und Warnhinweise verkauft werden. Die richtige Anwendung ist nämlich ein wichtiger Präventionsfaktor gegen den plötzlichen Kindstod. Öko-Test empfiehlt Hinweise wie z. B. „Nicht in Kombination mit anderen Bettwaren (z. B. Kinderbettdecke) verwenden“ beizulegen.
  
Ein weiterer Risikofaktor kann ein zu weiter Halsausschnitt sein, durch den das Baby in den Schlafsack hineinrutschen kann. Beim Bornino Home Babyschlafsack Tencel Mond und Sterne von Baby Walz sowie beim Lotties-Modell ist dies der Fall, sobald die Träger verlängert werden. Bei fünf Produkten stellte Öko-Test außerdem eine geringe Klemmgefahr durch von unten nach oben zu schließende Reißverschlüsse fest.

Als positiv erachteten die Prüfer, dass kein Produkt mit Schnüren bzw. Bändern ausgestattet ist, die eine Strangulationsgefahr darstellen könnten. Außerdem hatte kein Produkt verschluckbare Kleinteile.

 Lesen Sie hier die Stellungnahme von Axel Reiff, Geschäftsführer von Reiff Strickwaren zum Ökotest-Urteil.