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14.11.18 – Babyschlafsäcke im Öko-Test

Stellungnahme von Reiff

Axel Reiff, Geschäftsführer der Reiff Strickwaren GmbH, kommentiert das Ökotest-Urteil.

AxelReiff

Axel Reiff © Reiff

 

Im aktuellen Schlafsack-Test des Verbrauchermagazins Öko-Test schnitt das Modell „Reiff Naturstrick Schlafsack ohne Arm, marine“ von Reiff Strickwaren mit „Befriedigend“ ab. Die Prüfer hatten optische Aufheller gefunden und bescheinigten eine „geringe Klemmgefahr durch Reißverschluss“. Geschäftsführer Axel Reiff zeigte sich baby&junior gegenüber nicht einverstanden mit dem Testergebnis und dem Aufbau des Tests, weshalb wir seine ausführliche Stellungnahme, die zuvor bereits auf Facebook veröffentlicht worden war, auch hier zum Nachlesen zur Verfügung stellen wollen: 
 
„Hier nehmen wir Stellung zum Ergebnis des Tests von Kinderschlafsäcken im „Ratgeber Kleinkinder 2018“ von ÖKO-TEST.
  
Unser Schlafsack mit Baumwollplüschfutter wurde getestet und es wurden Mängel aufgelistet. Bei der Funktionalität kritisierten die Tester, dass durch den Reißverschluss eine geringe Gefahr bestünde, die zarte Haut der Babys einzuklemmen. Deshalb empfehlen sie, den Reißverschluss von oben nach unten zu schließen.
 
Wir sind der Überzeugung, dass es für Babys Haut unerheblich ist, in welcher Richtung der Reißverschluss funktioniert. Sorgfalt beim Schließen ist in jedem Fall erforderlich, denn auch von oben nach unten kann Babys Haut eingeklemmt werden, sowohl am Hals als auch an den Beinchen. Unsere Schlafsäcke sind alle mit einem 2-Wege-Reißverschluss ausgestattet, das erleichtert das Anziehen genauso wie das unkomplizierte Windelwechseln.

Ein weiterer Kritikpunkt waren optische Aufheller mit Hautkontakt. Darüber waren wir erstaunt. Das Innenfutter unserer Schlafsäcke besteht aus Baumwolle, die aus kontrolliert biologischem Anbau stammt, GOTS-zertifiziert und damit schadstofffrei ist. Aber im Label oben im Halsausschnitt versteckte sich in den weißen Fäden ein optischer Aufheller. Die farbigen Anteile bestanden schon aus recyceltem Material, die weißen bisher nicht. Inzwischen konnten wir mit dem Hersteller der Label-Etiketten einen Weg finden, auch die weißen Anteile ohne optische Aufheller zu produzieren.
 
Den letzten Notenabzug gab es für fehlende Gebrauchs- und Warnhinweise. Wir haben nun solche Hinweise entsprechend der DIN 16781 an unseren Produkten angebracht.
 
Uns hat das Testergebnis nachdenklich gestimmt. Zu viele Fragen blieben offen. Lassen sich Schlafsäcke aus Baumwolle mit Polyesterfüllung tatsächlich mit solchen vergleichen, die nach den höchsten derzeit machbaren ökologischen Standards hergestellt wurden? Sind Nachhaltigkeit und gute soziale Arbeitsbedingungen nicht ebenso wichtig? Sollte ein Produkt als mängelbehaftet ausgewiesen werden, weil kein Pappschild mit Warnhinweisen angebracht wurde?
 
Sollten wir nicht wieder beginnen, mit gesundem Menschenverstand an die Benutzung der Produkte zu gehen? Und sie natürlich von offenem Feuer fernhalten. Und sie natürlich nur für die Zwecke zu verwenden, für die sie gedacht sind. Und auf unsere Kinder mit offenen Augen zu achten, anstatt uns blind auf irgendwelche Angaben zu verlassen.
 
Wir sind froh, dass es Institutionen wie die GEPS (www.sids.de) gibt, die Richtlinien erarbeiten, nach denen unsere Kinder sicherer und gesünder aufwachsen können. Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, unsere Produkte in diesem Sinne herzustellen.“