01.03.22 – Firmenjubiläum

50 Jahre Didymos: Die große (Trage-)Freiheit

Im Mai 2022 feiert Didymos 50. Geburtstag. Firmengründerin Erika Hoffmann traf mit dem Original-Tragetuch den Zeitgeist der 70er und ihre Töchter Tina und Anna Hoffmann stellen das Unternehmen nun auf für die Zukunft.

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Didymos hat den Qualitätsanspruch und die Überzeugung, dass Tragehilfen eine positive Wirkung auf die Beziehung zwischen Eltern und Kind haben. © Didymos

 
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Tina Hoffmann (rechts), hat die Geschichte des Familienbetriebs hautnah miterlebt: erst als Kind im Tragetuch, heute an der Spitze eines Unternehmens. Ihre ältere Schwester Anna führt das Ladengeschäft in Ludwigsburg und leitet die Trageschulungen. © Didymos

 
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„Getragen, geliebt, für immer verbunden“, so hat Tina Hoffmann das Didymos-Gefühl einmal beschrieben. Ein Gefühl, das auch das Familienunternehmen trägt. Den Start würde man heute wohl als virales Phänomen beschreiben. Denn 1972 gab es kein Internet, dafür verbreitete sich Erika Hoffmanns Liebe zum Tragen durch Empfehlungen im Heimatort und schließlich über Medien wie den „Stern“. Ihre Zwillinge Lisa und Tina trug sie in einem Tuch aus Südamerika, das ihr eine Freundin mitgebracht hatte. Vom heimischen Esstisch aus importierte Erika Hoffmann diese Tücher, doch das reichte nicht: Die ersten Didymos-Modelle kommen Ende 1972 in Sindelfingen vom Webstuhl. „Nur mit Tuch hatte ich die Hände frei“, war ihre praktische Erklärung für die in Deutschland bis dahin praktisch unbekannte Alternative zum Kinderwagen.

Große Bandbreite an Tragehilfen

Ende der 80er Jahre wurden die Tücher aus Mischgewebe gefertigt: Baumwolle, Hanf, Leinen und Wolle. Gleichzeitig entwickelten Erika Hoffmann und später ihre Töchter verschiedene Bindevarianten. Am beliebtesten ist nach eigenen Angaben die 1995 entstandene Wickelkreuztrage. 1997 tritt Tina Hoffmann nach Schwester Anna Hoffmann als drittes Familienmitglied ins Unternehmen ein. Es gibt die ersten limitierten Modelle und bis heute sind diese begehrten Tücher meist schnell ausverkauft.

Zu den erfolgreichsten Modellen der vergangenen 50 Jahre gehören laut Tina Hoffmann „Katja“, „Lena“, „Prima Aurora“ und „Prima gold-braun“ sowie heute „Trias“ und „Zauberwald“. Im Jahr 1998 wird die Ludwigsburger Alleenstraße 8 Firmensitz und zugleich Standort des ersten Didymos-Ladens, der von Anna Hoffmann geführt wird. Neben Tragetüchern gibt es auch Kinderkleidung, Spielzeug, Stillbedarf und vor allem eine intensive Beratung sowie ein umfassendes Kursangebot. Im Internet war Didymos schon zwei Jahre früher präsent.

Der laufende Dialog mit Händlern, Kundinnen und Fans ist bis heute ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit und aller strategischen Planungen. Inzwischen gibt es eine große Bandbreite an Tragehilfen: Zum Tragetuch und der 2006 erstmals präsentierten Ring-Variante „DidySling“ gesellten sich schrittweise der „DidyTai“ (seit 2008), eine Mischform aus Trage und Tuch, der „DidyKlick“ (seit 2017), eine Halfbuckle-Babytrage, die Rückentrage „DidyGo“ (seit 2017) sowie der stufenlos einstellbare „DidySnap“ (seit 2019).

Weltweite Fangemeinde

Seit dem Tod ihrer Mutter am 15. Februar 2015 verteidigen Tina und Anna Hoffmann ihr Erbe erfolgreich: „Wir produzieren absolut schadstofffrei nach höchsten ökologischen Standards, unsere Tragehilfen sind langlebig und nachhaltig. Dazu kommt der Tragekomfort, den wir bei jedem Modell sichern: Alle Didymos-Produkte lassen sich individuell und stufenlos einstellen.“ Der Vertrieb läuft vorrangig über den Fachhandel und den eigenen Webshop, der mit Social-Media-Präsenzen unterstützt wird. Aktuell arbeiten 20 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Familienunternehmen. „Künftig wird der Online-Anteil am Geschäft noch zunehmen“, erwartet Tina Hoffmann, die auch über das Jubiläum hinaus die DNA von Didymos erhalten und mit den Tragen sprichwörtlich in die Welt hinausgetragen wird.