03.04.25 – KI im Handel

Studie des ECC Club

Der ECC Club hat im Rahmen der Studie „Intelligence Rising – mit Daten, KI und Mindset in die Zukunft“ die Implementierung von Künstlicher Intelligenz bei Herstellern und Handel untersucht. Größte Hürden dabei, so die Befragten, sind fehlende Mitarbeitende und die Integration von Daten.

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Über 80 % der befragten Händler und Hersteller beschäftigen sich aktiv mit der Implementierung von KI. © tiagozr/stock.adobe.com

 

Mit einer neuen KI-Verordnung schaffte die EU unlängst einen verbindlichen Rahmen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Unternehmen. Das hat das ECC Köln zum Anlass genommen, im Rahmen einer Studie zu untersuchen, wie weit Hersteller und Händler bereits mit der Implementierung von KI sind. 82 % der befragten Unternehmen gaben an, sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen, während 18 % bislang keinerlei Maßnahmen ergriffen haben. Als Hauptgründe für die Implementierungsvorhaben werden der Wunsch nach Effizienzsteigerung (53 %) und Prozesssteigerung (44 %) genannt. Bei den eher maschinell geprägten Unternehmen werden KI-Lösungen insbesondere in den Bereichen IT-Sicherheit (59 %) und Logistik (58 %) eingesetzt. Etwas weniger verbreitet sind sie hingegen (noch) in kundenorientierten Bereichen sowie bei Finanz- und Personalthemen.

Herausforderungen und Investitionen

Die größten Herausforderungen liegen den befragten Unternehmen nach in den Bereichen Personal und Datenmanagement. So empfinden 31 % der Unternehmen die Integration von Daten in bestehende Systeme als Hürde und 35 % betrachten den Fachkräftemangel als zentrales Problem. Jeweils 27 % geben als weitere Herausforderung fehlendes Vertrauen oder Wissen von Mitarbeitenden sowie die wirtschaftliche Nutzung von KI an.

Um KI erfolgreich in den Geschäftsalltag zu integrieren, investieren die Unternehmen v. a. in den Ausbau der IT-Infrastruktur (52 %), in Datenschutz und Sicherheit (50 %) sowie in Mitarbeiterschulungen (33 %) und eine Erhöhung der Datenqualität (29 %).

Für die Studie hat das ECC insgesamt 140 Händler und Hersteller mit einem Mindestjahresumsatz von 2. Mio. € und über 100 Mitarbeitern befragt.