01.04.20 – Corona-Pandemie

Staatliche Hilfe dringend nötig

Über 90 % der vom HDE befragten 600 Unternehmen planen, staatliche Hilfen zur Bewältigung der Corona-Krise in Anspruch zu nehmen. Oder tun es bereits.

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Seit Wochen sind Geschäfte, deren Sortiment nicht zur täglichen Versorgung notwendig ist, geschlossen. Die meisten der Händler zählen auf staatliche Hilfen. © NYgraphic - stock.adobe.com

 

Nach Schätzungen des Handelsverbandes (HDE) sind aktuell bis zu 300.000 Standorte aufgrund der jeweiligen Regelungen in den Bundesländern von Schließungen betroffen. „Die Lage ist dramatisch. Auch wenn der Handel in dieser Situation kreativ ist, wird es einer großen Zahl von Betrieben ohne staatliche Soforthilfen nicht gelingen, die Krise zu überstehen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Kurzfristige Hilfe wichtig

Rund zwei Drittel der Unternehmen bauen nach eigenen Angaben nun Angebot und Services aus, so den Online-Vertrieb über Marktplätze oder den eigenen Webshop. Viele Unternehmen bieten Lieferservices an oder nutzen Social Media-Kanäle wie Instagram oder Facebook, um ihre Kunden zu erreichen. „Von entscheidender Bedeutung sind kurzfristige, unbürokratisch gewährte Hilfen, die beim Handel schnell ankommen“, betont Genth.