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25.02.16 – Interview

„Ich habe unheimlich viel gelernt“

Das Siegel „Bewegte Innovation“ startete vor einem Jahr. Lioba Hebauer im Gespräch mit Prof. Dr. Harald Lange.

Prof. Dr. Harald Lange

Prof. Dr. Harald Lange auf der Nürnberger Spielwarenmesse.

 
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Das Siegel, das Spielzeug und Freizeitgeräte mit hohem Bewegungswert auszeichnet, ist das Lieblingsprojekt des Würzburger Professors für Sportwissenschaft. Wir haben ihn auf der Nürnberger Spielwarenmesse getroffen, um zu erfahren, welche Fortschritte es gemacht hat.

 

baby&junior: Ein Jahr ist es her, dass Sie auf der Spielwarenmesse für Ihr Siegel „Bewegte Innovation“ geworben haben. Was ist heute anders?

Prof. Dr. Lange: „Diesmal bin ich vier statt zwei Tage hier und ich führe fast die Hälfte der Gespräche mit Leuten, die bereits mit im Boot sind. Und die bieten mir dann schon das nächste Produkt an. Oder man fragt: Soll ich das so oder so machen? Das geht nun viel reibungsloser. Ich bekomme auch viel fachliches Feedback. Was ich an Material bekommen habe und über dieses Thema gelernt habe, ist unglaublich.“

baby&junior: Wie viele Produkte konnten Sie bislang mit Siegeln auszeichnen?

Prof. Dr. Lange: „73 Siegel wurden bereits vergeben, weitere 20 bis 25 Produkte sind gerade in der Endphase des Testes. Bis vergangenen Herbst hatten wir 21 teilnehmende Hersteller im Bereich Spielware. Jetzt kommen weitere sieben oder acht hinzu. Dann haben wir auch noch Geräte im Bereich Fitness/Training untersucht, so dass das Gesamtportfolio ca. 40 Hersteller umfasst – vorwiegend aus Deutschland, aber auch ein paar internationale.“

baby&junior: Der logistische Aufwand steigt, dennoch arbeiten Sie immer noch alleinverantwortlich.

Prof. Dr. Lange: „Ja, man kommt irgendwann an die Kapazitätsgrenzen. Es gibt neben den ehrenamtlichen Testern aber Doktoranden, die mithelfen. Außerdem habe ich jetzt bei Stiftungen Anträge gestellt, um das Ganze fördern zu lassen. Die Alternative wäre die Einführung einer Gebühr. Das will ich aber vermeiden, weil es dann den Hauch des Kommerziellen bekommt. Es sollte für die Hersteller kostenlos bleiben. Ich bekomme über meine Arbeit für das Siegel hinaus aber Kontakte in der Industrie, um neue Projekte für mein Institut mit ihnen zu machen. Zudem will ich auch eine Perspektive für Studierende schaffen, die über Seminararbeiten Kontakte zu den Firmen herstellen.“

baby&junior: Ist den Herstellern immer klar, welches Potential ihre Produkte für Bewegung und Koordination haben?

Prof. Dr. Lange: „Da gibt es bei vielen so ein Aha-Erlebnis, in den letzten Tagen sogar mehrfach. Bewegung als gesellschaftliches Thema ist allen klar. Aber was es jetzt im Einzelnen konkret heißt, darüber weiß man oft viel zu wenig, weil man die Produkte natürlich aus verschiedenen Perspektiven plant, allen voran nach Marketing-Aspekten. Für manchen Hersteller wird es dann erst im Gespräch wirklich sichtbar: Oh, da habe ich ja was ganz Besonderes!“

 

Lesen Sie das vollständige Interview in der Ausgabe 02 von baby&junior ab 24. März 2016!