26.03.26 – Prüflabor CRB Analyse Service

Immer mehr Asbest in Spielsandproben entdeckt

Das Prüflabor CRB Analyse Service hat in kinetischem Spielsand hohe Konzentrationen von Asbest gefunden. Viele Hersteller rufen ihre Produkte zurück, denn die Faser gilt als krebserregend.

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In kinetischem Sand unterschiedlicher Hersteller wurde der krebserregende Stoff Asbest gefunden. © Meisenbach Verlag GmbH/KI generiert

 

Viele Hersteller rufen derzeit ihren Spiel- und Dekosand zurück, weil er unter Verdacht steht, Asbest zu enthalten. Grund dafür ist eine Untersuchung des Prüflabors CRB Analyse Service, das auf Asbestanalytik spezialisiert ist und von Kitas, Privatkunden und Handelsketten mehrere hundert Spielsand-Proben erhielt. In einem Teil dieser Proben fand das Labor Asbest-Konzentrationen im Prozentbereich, was mit einer hohen potenziellen Schädlichkeit einhergeht. Das Perfide: Im Kindesalter entstehende Schäden werden erst Jahrzehnte später klinisch sichtbar. Seine zerstörerische Kraft entfaltet Asbest, wenn er eingeatmet wird.

Die meisten problematischen Produkte, so das Labor, stammen aus China, wo die erlaubten Grenzwerte deutlich höher liegen als hierzulande. Aber auch in einigen Produkten aus europäischer Produktion mit Rohstoffen (Marmormehl) aus dem Alpenraum konnte Asbest nachgewiesen werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, so das Labor, handelt es sich hierbei nicht um technisch zugesetzten, sondern natürlich im Ausgangsgestein vorkommenden Asbest. Beim Einsatz asbesthaltiger Rohstoffe gelangen die schädlichen Fasern ungewollt und häufig unbemerkt in Baustoffe – und in manchen Fällen eben auch in Kinderspielzeug.