16.09.26 – Interview mit Sales Director Sven Hering von Momcozy

„Wir streben ein ausgewogenes Omnichannel-Modell an.“

Momcozy wächst international und baut auch seine Präsenz in Europa weiter aus. Im baby&junior-Interview spricht Sales Director Sven Hering über die Expansionsstrategie, das Zusammenspiel der Vertriebskanäle und die Erfolgsfaktoren für neue Produkte.

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Auf der Kind + Jugend in Köln zeigt Momcozy unter dem Motto „CozyTech for Smarter Moments“, wie Technologie dazu beitragen kann, tägliche Routinen für Familien einfacher und komfortabler zu gestalten. © Momcozy

 
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Sales Director Sven Hering von Momcozy © Momcozy

 

baby&junior: Momcozy ist in kurzer Zeit in mehr als 80 Ländern und Regionen gewachsen. Wie entscheiden Sie, welche europäischen Länder als Nächstes dran sind und warum?

Sven Hering: Wir wählen europäische Märkte danach aus, wo Momcozy die Bedürfnisse moderner Familien am besten erfüllen und nachhaltige Nachfrage schaffen kann. Dabei berücksichtigen wir Geburtenraten, Ernährungsgewohnheiten, Kaufkraft, Verbraucherbedürfnisse, Innovationsbereitschaft sowie die Stärke von E-Commerce und Omnichannel. Unsere bestehende Performance in Europa hilft uns zu erkennen, wo unsere Produkte gut ankommen und sich Vertriebskanäle positiv entwickeln. Letztlich priorisieren wir Märkte mit starkem langfristigem Potenzial und nachhaltigem Mehrwert.

baby&junior: Wie sorgen Sie dafür, dass sich Fachhandel, große Ketten und online nicht gegenseitig schaden, sondern gut zusammenarbeiten?

Sven Hering: Unsere Händlerstrategie basiert auf klaren Rollen, einem abgestimmten Sortiment und kanalspezifischem Marketing. Der spezialisierte Babyfachhandel bietet persönliche Beratung, Vertrauen und Produkterlebnisse; der Consumer-Electronics-Handel erreicht technikaffine Zielgruppen, während Amazon vor allem Konsumenten anspricht, die den Online-Kauf bevorzugen. Wir berücksichtigen die Stärken und Zielgruppen jedes Partners und streben ein ausgewogenes Omnichannel-Modell an, das Mehrwert und nachhaltiges Wachstum für Momcozy und seine Handelspartner schafft.

baby&junior: Auf der Kind + Jugend zeigt Momcozy neue Produkte wie die „W1 Milchpumpe“, den „D8 Flaschenreiniger“ und „BM08 Baby-Monitor“. Was braucht es, damit neue Technik im Babybereich im Laden und online gut erklärt wird und sich dann auch wirklich verkauft?

Sven Hering: Für den Erfolg neuer Technologien stellt Momcozy die Bedürfnisse von Müttern, Eltern und Babys in den Mittelpunkt. Innovation muss einen klaren, spürbaren Mehrwert bieten und den Alltag einfacher, komfortabler und effizienter machen. Über alle stationären und Online-Kanäle hinweg schaffen klare Kommunikation, Produktdemonstrationen und intuitive Erlebnisse Vertrauen. Unser Ziel ist es, sinnvolle Innovationen in das Momcozy-Ökosystem zu integrieren und den Familienalltag zu erleichtern. Letztlich sollte jede Innovation eine Frage beantworten: Wie können wir das Leben für Mütter – und damit auch für Eltern und Babys – einfacher, komfortabler und besser machen?

baby&junior: Woran erkennen Sie nach einer Einführung in Europa, ob ein Produkt ein Hit wird? Welche Zahlen sind dabei entscheidend (z. B. Verkäufe, Rückgaben, Beschwerden, Nachfrage bei Händlern)?

Sven Hering: Für uns geht Produkterfolg über den Umsatz hinaus. Wir bewerten Abverkauf, Verkaufsgeschwindigkeit, Nachbestellungen des Handels, die Nachfrage nach dem Launch, Retouren, Bewertungen, Kundenfeedback und die Performance der einzelnen Vertriebskanäle. Nachbestellungen sind besonders wichtig, da sie auf eine nachhaltige Nachfrage seitens der Verbraucher hinweisen. Zudem berücksichtigen wir das Potenzial innerhalb des Momcozy-Ökosystems und geben innovativen Produkten Zeit, sich am Markt zu etablieren. Letztlich bedeutet Erfolg, echten Mehrwert für Familien zu schaffen und nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu fördern.