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10.09.18 – Interior

VDM: Umsatz mit Kindermöbeln bleibt stabil

Ursula Geismann, Trendanalystin und Pressesprecherin des VDM, berichtete auf der Pressekonferenz zur Kind + Jugend über Umsatzzahlen und Einrichtungstrends.

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Trend: Jugendzimmer sehen heute fast wie Micro-Appartements für Erwachsene aus. © Möbelfabrik Rudolf/VDM

 

Am vergangenen Donnerstag referierte Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie anlässlich der kommenden Kind + Jugend in Köln über aktuelle Einrichtungstrends und der Wirtschaftslage des Kindermöbel-Segments in Deutschland.

Grundsätzlicher Tenor: Der Kindermöbel-Industrie geht es gut. 2017 produzierten deutsche Hersteller Kindermöbel im Wert von 2,4 Mrd. €, hinzu kamen Kindermöbel-Importe im Wert von 1,7 €. Damit ergibt sich für 2017 ein Umsatzvolumen für Kindermöbel von 4,1 Mrd. € und ein Möbelhandelsumsatz von 4,5 Mrd. €. In den Export gehen deutsche Kindermöbel kaum, nur einige Unternehmen können mit guten Exporterfolgen aufwarten.

Damit, so Geismann, sei der Anteil der verkauften Kindermöbel im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, ebenso die Importware, so dass der Kinder- und Jugendmöbel-Bereich ein insgesamt solides Möbelsegment darstellt.

Für die Zukunft attestiert die Trendanalystin dem Bereich positive Aussichten, begründet durch die leichte Steigerung von 7 % mehr neugeborenen Kindern in 2017 und den erwartbaren Zuwächsen in den kommenden Jahren, und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern Europas.
 
Erfolgsfaktoren für die Möbelindustrie
 
Als entscheidend für den Erfolg der Kindermöbelindustrie gilt es, dem Importdruck standzuhalten. Importmöbel sind oftmals preiswerter als einheimische, weshalb deutsche Hersteller gute Chancen haben, wenn sie auf kindgerechte Sicherheit, gutes Design, Innovationen, Multifunktionen und die Verwendung ökologischer Materialien setzen. Diese Features sprechen vor allem die Käuferzielgruppe der LOHAS an, Menschen, die großen Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil legen und einen guten sowie bewussten Konsum pflegen.

Gleichzeitig sind Eltern heute deutlich älter als in früheren Generationen und verfügen zum Zeitpunkt des Elternwerdens oftmals über wesentlich höhere Einkommen. Pro Kind geben Eltern jährlich im Durchschnitt 412 € jährlich für Kindermöbel aus. Insgesamt haben Kinder einen höheren Stellenwert bekommen und ältere Eltern können und wollen mehr investieren.
 
Einrichtungstrends im Kinderzimmer
  
Kinderzimmer unterscheiden sich nach wie vor deutlich von der Einrichtung für Erwachsene, bei Jugendzimmern beginnen sich die Grenzen aufzulösen. Viele Jugendzimmer, so Geismann, ähneln inzwischen kleinen Single-Apartments für Erwachsene. Die Jugendlichkeit des Bewohners lässt sich oft nur noch über Dekoration und Accessoires erkennen.

Zu den wichtigsten Kriterien beim Möbelkauf gehören kindgerechte Sicherheit und gutes Design. Der VDM empfiehlt zudem vier Prüfsiegel, die den Kauf von sicheren Kindermöbeln garantieren: das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, den „Blauen Engel“ für emissionsarme Produkte, das TÜV-Siegel zu Schadstoffen und das „Goldene M“ als umfassendes Qualitäts- und Sicherheitssiegel.

In Sachen Stil rangiert die „Modernität von Altbewährtem“ weit vorne. Die beschleunigte Gegenwart führt zu Rückzugswünschen, die sich in einem Interior zeigen, das romantisch, leicht, träumerisch und märchenhaft anmutet, mit warmen Farben und authentischen Materialien. Bunte Kombinationsmöglichkeiten helfen, die eigene Individualität auszudrücken. Dauerbrenner sind nach wie vor nachhaltige Holzmöbel und Themenzimmer.

Unter funktionalen Gesichtspunkten sind mitwachsende und umbaubare Kindermöbel, die über viele Jahre genutzt werden können, sehr beliebt, außerdem sind flexible Stauraumlösungen gefragt.