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15.07.15

kids first!, Hamburg: „Wir sind Kaufleute!”

Weniger ist mehr bei „kids first!” in Hamburg.

Nicht nur der sparsam bestückte, angenehm luftige Verkaufsraum des Fachgeschäfts beeindruckte Chefredakteurin Lioba Hebauer beim Besuch in der Schauenburgerstraße 27. Auch beim Sortiment setzen die Inhaber Mahren und Steven M. Williams bewusst auf ausgewählte Qualitätsmarken und nur zwei Bereiche: Kinderwagen und Kindermöbel – im oberen Preissegment.

Ein Konzept, das seit zehn Jahren erfolgreich ist.

„Kids first!“ gibt es seit zehn Jahren.

„Kids first!“ gibt es seit zehn Jahren.

 
Ein Lächeln gehört immer dazu: Bei Mahren und Steven M. Williams fühlen sich die Kunden wohl.

Ein Lächeln gehört immer dazu: Bei Mahren und Steven M. Williams fühlen sich die Kunden wohl.

 
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Es gibt wenig, was Mahren Williams dem Zufall überlässt. Wenn die zierliche Inhaberin über ihr Geschäft spricht, kann man ahnen, wie viel Überlegung, aber auch Überzeugung ihre einzelnen Schritte begleiten: Dazu zählen die Konzentration auf Kinderwagen und Kindermöbel, der Umzug auf eine größere Fläche in der Nähe des Rathausmarktes, die Veränderung des Ambientes, die enge Kooperation mit Qualitätsherstellern sowie das zweite Standbein in Form einer Distribution ausgewählter Marken. Mehrmals betont Mahren Williams im Gespräch, dass dies oder jenes „kaufmännisch nicht sinnvoll” sei. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Schwester kalkuliert die Geschäftsfrau bei „kids first!” nicht nur mit „spitzem Bleistift”, sie kennt auch sämtlich Erfolgsfaktoren – und befolgt sie. Dabei ist der Einzelhandel nicht einmal ihr Hauptberuf.

„Mein Mann und ich, wir betreiben tatsächlich andere Geschäfte. Ich selbst bin Anwältin, mein Mann hat eine Computerfirma in den USA. Wir haben uns an das Thema herangetastet und im Prinzip mit dem, was wir können – als geordnete Denker sozusagen – versucht, den Laden aufzubauen, in dem wir selbst einkaufen.” Man sei bei der mittleren und gehobenen Kundengruppe auf eine erstaunliche Resonanz gestoßen, die auch den Wandel im Markt überdauert habe. „Unsere Konkurrenz stirbt einfach weg. Der Markt sortiert sich komplett in große Ketten und ein paar wenige Einzelkämpfer. Die Frage für uns alle ist: Wie überstehen wir das? Für uns lautet die Antwort: So wie immer. Klare Ausrichtung und eine klare Kommunikation mit unseren Kunden. Bei ,kids first!’ wird aber auch viel gelacht. Wenn ich in meinem angrenzenden Büro sitze und das Gelächter meiner Mitarbeiter und Kunden höre, dann weiß ich, wir machen alles richtig.”

An Samstagen ist Mahren Williams selbst für ihre Kunden da und die kommen so zahlreich, dass das Verkaufsteam alle Hände voll zu tun hat. Wer das vom Industrial Design geprägte Fachgeschäft betritt, kann sich gut orientieren. Mahren Williams erklärt:

Den Möbel- und Kinderwagenbereich trennen wir sorgfältig. Wir haben Bedarfskunden, wenig Laufkundschaft. Das brauche ich auch nicht. Wir benötigen Zeit für unsere Kunden. Aber wichtig ist auch, dass ein Kunde sich alleine bewegen kann.”

Die klare Teilung der Segmente und Bereiche sorge auch innerhalb des sechsköpfigen Teams für eine geordnete Kompetenz. „Jeder kennt seine Produkte in- und auswendig und wir können viele Kunden erfolgreich betreuen. Und: Ein zufriedener Kunde bringt mir andere zufriedene Kunden.”

Besonders beliebt bei der „kids first!”-Klientel sind die Monatsaktionen, die in Zusammenarbeit mit den Herstellern ein spezielles Produkt fokussieren.

„Das kann über eine Schaufensterfläche stattfinden; oder über ein Extra, das man dem Kunden zu einem Kinderwagen liefert. Man merkt das dann auch sofort bei den Abverkäufen. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Ich bin aber nur bereit, das auf partnerschaftlicher Basis zu machen.” Selbstbewusstsein beweist Mahren Williams auch dann, wenn sie sich von Herstellern trennt, die ihren Qualitätskriterien nicht mehr entsprechen. Das Dreigespann von „kids first!” ist in Deutschland zudem als Distributeur unterwegs, und zwar für Kinderwagen von Babyzen oder Kindermöbel von Babyhome. Noch fehlt etwas die Expertise, aber „auch da finden wir uns rein. Wir sind Kaufleute!

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