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24.07.15 – „Center for Retail Research" (CRR)

Was beim mobilen Einkaufen stört

Die Bedeutung von Smartphones und Tablets beim Online-Shopping wächst.

Doch viele Händler sind nicht darauf vorbereitet, so der Tenor einer aktuellen Studie. Die Top Ten der Ärgernisse:

Nicht immer ein Grund zum Strahlen: Einkaufen mit mobilen Endgeräten.

Nicht immer ein Grund zum Strahlen: Einkaufen mit mobilen Endgeräten.

 

Laut den Schätzungen einer aktuellen Studie des „Center for Retail Research" (CRR) im Auftrag des Portals deals.com werden in diesem Jahr in Deutschland rund 14 Milliarden Euro mobil umgesetzt.

Das ist ziemlich genau doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Trifft die Prognose zu, würde jeder vierte Euro im Online-Handel über ein mobiles Endgerät ausgegeben.

Die Studie wurde von deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research in sechs Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Niederlande und USA) im Juni 2015 durchgeführt. Hierfür wurden Telefoninterviews mit 1.300 führenden Händlern (davon 250 aus Deutschland) sowie eine repräsentative Befragung unter insgesamt 5.400 Befragten (darunter 1.000 deutsche Verbraucher) durchgeführt.

Interessant ist die Erkenntnis, dass Smartphones und Tablets bislang weniger Bedeutung beim Verkaufsprozess zukommt – nur 13 Prozent aller Kunden haben über die mobile Geräte schon einmal eine Online-Bestellung abgeschlossen. Hier ist also noch Luft nach oben.

Wesentlich wichtiger sind mobile Endgeräte beim Kaufprozess generell: 79 Prozent der befragten Deutschen nutzen Smartphone und Tablet für Preisvergleiche oder um Rezensionen zu lesen. 70 Prozent suchen nach Angeboten und Möglichkeiten, ein Schnäppchen zu finden.

Zur Top Ten der Ärgernisse, die Kunden bislang beim M-Commerce quält, zählen an erster Stelle die langen Ladezeiten beim Besuch des gewünschten Online-Shop. 66,3% der Deutschen nervt das. In den USA sind es nur 56,9 Prozent. Auf Platz 2 steht das mangelnde Vertrauen in den Händler oder das Produkt (52,7 Prozent in Deutschland). Dem folgen an dritter Stelle die Sicherheitsbedenken, die viele vor einem mobilen Kauf zurückschrecken lassen (46,9 Prozent in Deutschland).

Platz 4 nimmt die mangelhafte Mobiloptimierung ein, gefolgt von Bedenken beim Datenschutz und der ungenügenden oder gar fehlenden Produktansicht. Auf Platz 7 nerven ungewollte Pop-up-Fenster die Online-Kunden, gefolgt von einem zu großen oder unübersichtlichen Produktangebot, der die Verbraucher verwirrt. Auf den letzten beiden Plätzen der Störfaktoren beim Online-Kauf landen die komplizierte Anmeldung und die komplizierte Bezahlung.

Auf die wachsende Bedeutung des M-Commerce hat sich bislang nur die Minderheit der deutschen Händler eingestellt, urteilen die Autoren der CRR-Studie.

So sei lediglich jede vierte Händler-Webseite in Deutschland mobiloptimiert.

Insgesamt liegen deutsche Anbieter damit auf europäischem Niveau, aber deutlich unter dem in den Vereinigten Staaten. Viele stationäre Händler tun sich bis heute mit dem Online-Handel schwer. Nach Jahren der Zurückhaltung investieren immerhin die meisten mittlerweile in den E-Commerce. An die Optimierung der mobilen Seite denken offenbar die wenigsten.

Davon ausgehend, dass rund 28 Prozent der Befragten bei einem mobil-freundlichen Händler durchschnittlich für acht Euro mehr einkaufen würde, hat CRR berechnet, dass den Händlern dadurch allein 2015 sieben Milliarden Euro Umsatz entgehen.