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04.10.18 – Kindermatratzen im Test

Stiftung Warentest: Zu weich gebettet

In der aktuellen Ausgabe der Stiftung Warentest (10/2018) wurden 14 Kindermatratzen in der Größe 70 x 140 cm getestet. Viele sind zu weich, so das Ergebnis.

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Welche Matratze ist die beste für den Nachwuchs? Viele Modelle fielen aktuell bei der Stiftung Warentest durch. © Childhome (Archivbild)

 

Beim aktuellen Matratzentest der Stiftung Warentest legten die Prüfer großen Wert auf Sicherheit und Qualität. Mit einem genormten, sogenannten Kugel-Test simulierten die Tester den Babyschlaf. Der Testaufbau sollte das Einsinken des Kopfes in die Matratze nachahmen. Tester legten eine Kugel auf einer Schablone mit einem kreisrunden Loch. Schloss diese mit dem Rand der Schablone ab, war sie zu weich, was in der Praxis bedeutet, dass der Kopf des Kindes einsinken würde. Hier besteht Lebensgefahr für die Kleinsten, denn durch das Einsinken sind Mund und Nase gleichzeitig blockiert. Babys sind in den ersten Lebensmonaten nicht in der Lage, den Kopf zu heben oder zu drehen, um den Sauerstoffmangel auszugleichen.

Sechs von 14 der getesteten Kindermatratzen scheiterten an dieser Kugelprüfung. Auch beim Härtetest mit robusten Walzen und einem Dauer-Klima-Test wurden sieben der Testmatratzen für mangelhaft befunden. Alvi Max, Julius Zöllner Air Plus, Julius Zöllner Baby Dream Comfort, Waschbär Kindermatratze, MFO Dornröschen, Pinolino Allergo-Vlies und Träumeland Schlummerstern konnten die Stfitung Warentest nicht überzeugen. Außer Waschbär hatten alle ein Problem nach der Dauerbelastung und dem Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur: Sie wurden rund 20 % weicher, einige sogar um 30 %.

Testsieger mit einem guten Gesamturteil waren die Matratze Jonas vom Dänischen Bettenlager, Skönast von Ikea, Lena von Hessnatur, Kati Plus von Prolana und Sara von Paradies. Die NonPlusUltra von Aro Artländer und die Filius von Vitalis erhielten ein befriedigend.

So reagierten die Hersteller

Die Reaktionen der Hersteller auf die Empfehlung der Tester fielen unterschiedlich aus: Die Anbieter Pinolino und Waschbär erklärten, sie hätten die problematischen Produkte vom Markt genommen und teilten mit, gekaufte Modelle zurückzunehmen und den Kaufpreis zu ersetzen. Beide bieten auch einen Umtausch an. MFO nimmt nur ab August erworbene Matratzen zurück.

Julius Zöllner verweist auf die Kunden-Hotline: „Die Matratzen wurden überarbeitet und bereits so in den Handel ausgeliefert. Endverbraucher werden gebeten, sich mit unserer Kunden-Hotline in Verbindung zu setzen. Wir werden jeden Fall individuell behandeln.“

Alvi lehnt eine Rücknahme ab: „Wir haben die Stauchhärte verbessert. Durch diese Maßnahme besteht die Matratze jetzt den Kugeltest. Bei der Alvi handelt es sich um ein seit vielen Jahren bewährtes Produkt. Wir sehen daher von einer Rücknahme ab“, erklärte Stephanie Viehhofer, Geschäftsführerin Alvi gegenüber der Stiftung Warentest.