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27.05.15 – Stiftung Warentest

Autokindersitz bricht im Frontalcrash

Nicht nur Sieger kürt der aktuelle Autokindersitz-Test der Stiftung Warentest. Viermal wurde die Note „mangelhaft“ vergeben. Das hauck-Modell Varioguard zerbricht sogar beim Frontalzusammenstoß – die Hartschale hält den Kräften beim Aufprall nicht stand.

Bestnoten (1,8) erhielten die Sitze Cybex Solution M und M-fix.

Bestnoten (1,8) erhielten die Sitze Cybex Solution M und M-fix.

 
Ebenfalls mit der Bestnote 1,8 ausgezeichnet: Der Britax Römer Kidfix SL Sict.

Ebenfalls mit der Bestnote 1,8 ausgezeichnet: Der Britax Römer Kidfix SL Sict.

 
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Der Bruchpilot der Testreihe brach bei dem zusammen mit dem ADAC durchgeführten unabhängigen Test mit Tempo 64 aus der befestigten Basis heraus. Außerdem enthält der Varioguard ein gesundheitsschädliches Flammschutzmittel. Drei andere Sitze (zweimal Simple Parenting Doona sowie Casualplay Sono Fix) sind aufgrund problematischer Schadstoffe „mangelhaft“. Sie enthalten erhöhte Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), die über die Haut in den Körper gelangen können. Die beiden Autokindersitze von Doona enthalten vor allem Naphthalin, das vermutlich Krebs erzeugen kann.

Es geht auch besser

dass zeigen 14 der 23 getesteten Kindersitze, die ein insgesamt „gutes“ Qualitätsurteil erreichen. Im Prüfpunkt Unfallsicherheit schneiden immerhin neun Modelle „gut“ ab, ein Autokindersitz sogar „sehr gut“ – Cybex Cloud Q ohne Isofix-Basis. Bei den Sitzen mit Fangkörpern wurden keine besonderen Probleme festgestellt. Ein neuer Sensor auf Bauchhöhe des Dummys liefert hier Erkenntnisse. Durchgehend „gute“ Urteile vergeben die Tester bei der Ergonomie. Alle Kindersitze bieten beispielsweise hinreichend Platz und stützen den Kopf wirksam ab. Die meisten Sitze lassen sich auch einfach handhaben. Allerdings sind einige Modelle nicht ganz vor Fehlbedienung gefeit – auch einzelne Autokindersitze, die mit dem Klicksystem Isofix befestigt werden.

Prüfprogramm überarbeitet

Für den aktuellen Test hat die Stiftung Warentest das Prüfprogramm überarbeitet, so dass die Ergebnisse der früheren Untersuchungen nicht vollständig vergleichbar sind. Aktuell wurden neue Erkenntnisse zur Unfallsicherheit und technische Entwicklungen, auch beim Fahrzeugbau, berücksichtigt. Durch den Seitenaufprall wurden strengere Bedingungen geschaffen als gesetzlich vorgeschrieben. Der Crash in der Testanlage erfolgt nicht der Norm entsprechend im rechten Winkel, sondern schräg, wie es in der Realität häufiger vorkommt.

Der Autokindersitze-Test ist als Download unter www.test.de/kindersitze veröffentlicht und erscheint in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 29.05.2015 am Kiosk).