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12.04.15

windeln.de: Jetzt geht's an die Börse!

03-04/2015 — Gerade mal fünf Jahre ist das Münchner Online-Kaufhaus windeln.de alt – und schon bereitet das erfolgreiche Unternehmen seinen Börsengang für dieses Jahr vor. Geplantes Emissionsvolumen: bis zu 200 Millionen Euro!

Machten aus ihrer Idee ein erfolgreiches und bald börsennotiertes Unternehmen: (v.l.) die windeln.de-Gründer Alexander Brand, Dagmar Mahnel und K...

Machten aus ihrer Idee ein erfolgreiches und bald börsennotiertes Unternehmen: (v.l.) die windeln.de-Gründer Alexander Brand, Dagmar Mahnel und Konstantin Urban.

 

100 Millionen Euro sollen dabei durch eine Kapitalerhöhung eingenommen werden, weitere 80 Millionen durch den Verkauf von Anteilen bestehender Gesellschafter und noch einmal 20 Millionen könnten durch die Mehrzuteilungsoption von den beteiligten Banken kommen. Die Aktie von windeln.de soll neben Frankfurt auch in Luxemburg gehandelt werden, außerdem seien Privatplatzierungen in weiteren Ländern geplant.

Das von Konstantin Urban, Alexander Brand und Dagmar Mahnel gegründete Unternehmen will mit der Kapitalinfusion sein Sortiment ausweiten – denn mit Windeln allein sei nicht das große Geld zu machen. Trotzdem benötigen Eltern die Windeln aus dem Online-Shop genauso wie die Babynahrung immer wieder und kommen daher regelmäßig auf die Website. Kinderspielzeug, Möbel und Mode auch für ältere Kinder, die über andere Portale angeboten werden soll, stehen für mehr Profitabilität.

Im vergangenen Geschäftsjahr ließ sich der Umsatz auf 101 Millionen Euro verdoppeln. Auch wenn China aktuell schon die Hälfte davon beisteuert, will man weiter international expandieren. Derzeit hat windeln.de 500.000 aktive Kunden, bietet insgesamt 100.000 Artikel an und beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter. Zu den Altgesellschaftern gehören u. a. Goldman Sachs und die Deutsche Bank.

Der Börsengang sei „der nächste logische Schritt, da wir somit eine noch stärkere Ausgangsposition schaffen, um das langfristige Wachstum unseres Unternehmens zu beschleunigen", kommentierte Firmengründer Alexander Brand. Zwischen 2012 und 2014 habe die durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate 117 Prozent betragen; seit 2014 sei das Kerngeschäft von windeln.de profitabel. Leichte Verluste schreiben nur noch der schweizerische Ableger sowie der eigene Shopping-Club Windelbar.

Update vom 22.04.2015: Nach einem Bericht der Lebensmittelzeitung hat windeln.de nun den tschechischen Online-Shop Feedo gekauft, der dem Münchner Unternehmen zum Markteintritt in Osteuropa verhelfen soll. Feedo ist neben Tschechien auch in der Slowakei und Polen tätig.

www.windeln.de