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25.09.17 – Gfk-Gastbeitrag

Schnuller, Sauger, Beißring – Was kommt in Babys Mund?

Nuckel, Nunni, Duddu oder Diddi: Es gibt viele umgangssprachliche Bezeichnungen für Baby‘s Liebling, den Schnuller, und genauso groß ist auch das Angebot. Von Klaus Neefischer, Marketing Manager GfK

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Klaus Neefischer © GfK

 

Schnuller ist eben nicht Schnuller. Das fängt schon beim Material an. Mit Abstand am beliebtesten ist hier Silikon. Neun von zehn verkauften Schnullern im GfK Panelmarkt Deutschland im ersten Halbjahr 2017 sind aus diesem Material, einem geschmacksneutralen und sehr hitzebeständigen Kunststoff. Doch immerhin noch jeder zehnte Schnuller, mit leicht sinkender Tendenz, ist aus Latex, einem Naturprodukt mit Eigengeschmack und hoher Reiß- und Bissfestigkeit.

Schnuller kommen über eine längere Zeit zum Einsatz. Kurz nach der Geburt haben schon die ersten Babys einen Beruhigungssauger im Mund, mit einem Alter von 18 Monaten+ endet die Altersangabe der Hersteller. Über die Jahre hat sich sowohl die Nachfrage am unteren Rand (Geburt bis zwei Monate) als auch am oberen Rand (18 Monate+) leicht erhöht. Am stärksten kommt der Schnuller jedoch immer noch bis zu einem Alter von zwölf Monaten zum Einsatz.

Vom Beruhigungssauger zum Trinksauger ist der Weg nicht weit. Der Trinksauger ist oft der Mutterbrust nachempfunden, um ein möglichst natürliches Trinken zu gewährleisten und die Kombination aus Stillen und Flaschenernährung zu erleichtern. Unterschiede gibt es aber bei Material, Größe und Durchfluss. Die Mehrheit der Mütter präferiert beim Material eindeutig Plastik vor Glas. Fast 90 % der verkauften Flaschen sind aus Kunststoff, Tendenz leicht steigend. Mit einem Durchschnittspreis von 4,80 Euro sind sie fast einen Euro günstiger als Glasflaschen. Sowohl bei Plastik als auch bei Glas dominieren Weithalsflaschen den Markt, auch hier mit leicht steigender Tendenz.

Kaum machen sich die ersten Zähnchen bemerkbar, kommen Beißringe zum Einsatz. Sie begünstigen die Entwicklung des Kiefers und haben eine beruhigende Wirkung. Zwei Drittel der im ersten Halbjahr 2017 im GfK Panelmarkt Deutschland verkauften Produkte hatten auch eine kühlende Wirkung. Der Anteil der kühlenden Beißringe ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um 8 Prozentpunkte angestiegen (siehe Abbildung).