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15.05.18 – Gastbeitrag von Xiaoqiong Hu, Alipay

Besuch aus China: Wie deutsche Einzelhändler profitieren

Xiaoqiong Hu, Business Development Alipay EMEA, erläutert in ihrem Gastbeitrag, inwieweit chinesische Touristen für den deutschen Einzelhandel einen besonderen Nutzen darstellen können.

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Immer mehr Chinesen kommen nach Deutschland. Xiaoqiong Hu ist überzeugt, dass Händler damit ihre Umsätze deutlich steigern können. © Alipay

 
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Chinesen lieben mobile Bezahlmöglichkeiten. © Alipay

 

Gute Nachrichten für die hiesigen Händler: 2017 wurden von chinesischen Touristen rund 131 Mio. Reisen ins Ausland unternommen, knapp 40 % davon nach Europa. Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind bei den Gästen aus Fernost besonders beliebt. Spannend ist dies aus Händlersicht vor allem deshalb, weil die Chinesen mit 762 US$ pro Person deutlich mehr Geld vor Ort ausgeben als Touristen anderer Nationen – da sind es durchschnittlich nur 486 US$. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten Nielsen Report „2017 Chinese Overseas Tourism Consumer Spending Survey Report“ hervor.

Hiervon profitieren auch die deutsche Spielwarenindustrie und die Händler, denn Spielzeug hat für Chinesen seither einen besonderen Stellenwert und ist als Kaufobjekt auf Reisen sehr begehrt. Hinzu kommt, dass die Europäer als Spielwarenexperten gesehen werden. Touristen aus China legen großen Wert auf europäische Markenprodukte und schätzen deren hohe Qualität.

Mobiles Bezahlen bei Chinesen besonders gefragt

Eine chinesische Eigenart beim Shopping ist die Begeisterung für mobiles Bezahlen: Zwei von drei Chinesen zahlen auf Reisen mit dem Smartphone im stationären Handel. Im Länderschnitt greift nur jeder zehnte Tourist auf Handy-Bezahldienste zurück. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dabei chinesische Anbieter wie Alipay, mit denen auch in der Heimat bezahlt wird – allein in China gibt es bereits 520 Mio. aktive Nutzer. Das Einkaufserlebnis ist für viele Chinesen auf Reisen zentral und dies nicht nur beim sogenannten Shopping-Tourismus. 63 % der chinesischen Touristen nutzen dabei ihr Smartphone. Neun von zehn geben an, dass sie im Ausland sogar noch mehr Geld beim Shopping ausgeben würden, wenn chinesische Bezahloptionen zur Verfügung stünden.

In Deutschland ist das mobile Bezahlen bislang noch nicht flächendeckend verfügbar, obwohl mittlerweile immer mehr Händler in den Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt oder Düsseldorf auf das neue Bezahlverfahren setzen. In China ist Alipay bei über 40 Mio. stationären Händlern integriert; in Deutschland sind es zurzeit rund 3000 – Tendenz stark steigend. Eine Kooperation gibt es beispielsweise bereits mit Steiff, in deren Spielwaren-Boutiquen deutschlandweit die chinesische Bezahloption implementiert wurde. Auch in den Geschäften von Gucci, Prada, Swarovski sowie bei Rossmann, Zwilling und Promod können chinesische Touristen mit Alipay zahlen. Und das macht sich beim Umsatz der Händler bemerkbar: Am Flughafen München gab es nach der Einführung von Alipay allein im Zeitraum Juli bis Oktober 2016 ein Plus von 92 % hinsichtlich des Transaktionsvolumens von Gästen aus China und Hongkong.

Vielfältige Funktionen

Hinzu kommt: Alipay ist eine Lifestyle-App mit vielen Funktionen. Durch „City Page“ können chinesische Touristen gezielt nach Geschäften in der Umgebung suchen, die Alipay akzeptieren. Über die App wird auch das Einlösen von Coupons und Gutscheinen vor Ort im Geschäft möglich. So gibt es beispielsweise bei Swarovski für Alipay-Nutzer 10 % Rabatt auf alle Produkte. Für die Händler bedeutet dies nicht nur mehr Kundschaft, sondern auch ein präziseres Bild ihrer Kunden. Denn Alipay stellt Statistiken zur Verfügung, welche Produkte von den Chinesen gekauft werden und damit besonders gut ankommen. Im Übrigen sieht Alipay kein Charge-Back vor, da die Sicherheitsvorkehrungen durch das verwendete QR- und Barcode-Verfahren in Kombination mit PIN-Eingabe oder Fingerabdruck-Scan ohnehin ausreichend hoch sind. Ebenfalls positiv bewertet wird von Händlerseite der Umstand, dass Alipay mit deutschen Akquisiteuren zusammenarbeitet, mit denen die Händler den entsprechenden Vertrag direkt abschließen.

Alipay ist als weltweit führende Zahlungsplattform bereits in 38 Ländern aktiv und verfolgt mit einem permanenten Ausbau seiner Dienste das Ziel, dass Chinesen auf Reisen im Ausland keine weitere Bezahloption über Alipay mehr hinaus benötigen. Der deutsche Einzelhandel kann sich diese Entwicklung zunutze machen, wenn er die Zeichen der Zeit erkennt.