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08.06.15

Unternehmen und Verbände treten Textilbündnis bei

Führende Unternehmen der Textilbranche und Spitzenverbände aus Handel und Industrie haben Anfang Juni ihren Beitritt zum Textilbündnis erklärt.

In der Textilindustrie herrschen schlechte Bedingungen: Vor allem in Drittländern leiden Näherinnen unter schlechter Bezahlung, Leistungsdruck un...

In der Textilindustrie herrschen schlechte Bedingungen: Vor allem in Drittländern leiden Näherinnen unter schlechter Bezahlung, Leistungsdruck und Arbeitsrechtsverletzungen.

 

Wie baby&junior berichtete, signalisierten zahlreiche Spitzenverbände von Handel und Industrie bereits im April, dem „Bündnis für nachhaltige Textilien" von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beitreten zu wollen. Nachdem die Bedingungen für einen Beitritt in das Bündnis überarbeitet und ein gemeinsamer Aktionsplan erarbeitet wurde, vollzogen auch mehrere große Textilunternehmen Anfang Juni den Schritt.

Zu den neuen Mitgliedern zählen nach Angaben des Handelsverbands Deutschlands (HDE) unter anderem die Unternehmen Adidas, Aldi Nord, Aldi Süd, C&A, Ernsting's Family, Hugo Boss, H&M, KiK, Lidl, Otto Group und Tchibo. Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie, der Handelsverband Deutschland, der GermanFashion Modeverband, der Bundesverband der deutschen Sportartikel-Industrie und die Außenhandelsvereinigung des deutschen Einzelhandels haben sich dem Bündnis ebenfalls angeschlossen.

Müller (CSU) hatte das Textilbündnis 2014 ins Leben gerufen. Die ursprünglichen Standards der Vereinigung bezeichnete der HDE als „unrealistisch", die neuen Bedingungen ermöglichten nun aber „einen breiten Beitritt der Wirtschaft", erklärte der Hauptgeschäftsführer  des HDE, Stefan Genth, in einer Pressemitteilung. Kritiker dagegen begreifen den neuen Aktionsplan als Herabsetzung der Standards, die dem erklärten Ziel des Bündnisses, die Sozial- und Umweltstandards in den Produktionsländern zu verbessern, zuwiderlaufen.

www.textilbuendnis.com