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08.06.16 – Leserbrief zum Thema Plastiktüten

„Die Diskussion ist eine Farce“

Herbert Pjede von der OMM Kunststofftechnik GmbH erklärt in einem Leserbrief, warum Plastiktüten aus seiner Sicht zu Unrecht am Pranger stehen.

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Tragetasche mit dem "Blauen Engel". Foto: OMM Kunststofftechnik GmbH

 
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Herbert Pjede, Vertriebsleiter Serviceverpackungen. Foto: OMM Kunststofftechnik GmbH

 

Kunststofftüten drohen Gebühren, um den Pro-Kopf-Verbrauch in den EU-Mitgliedsstaaten zu reduzieren. Die für dieses Ziel unterschriebene Vereinbarung zwischen Bundesumweltministerium und HDE beschäftigt auch weiterhin unsere Branche.

In einem Händlerdialog hat unser Schwestermagazin das spielzeug Fachhändler nach Ihrer Meinung gefragt. An der Diskussion beteiligt sich jetzt auch die Industrie:

Herbert Pjede, Vertriebsleiter Serviceverpackungen der OMM Kunststofftechnik GmbH, erklärt in seinem Leserbrief, warum die Kritik an Plastiktüten aus seiner Sicht oftmals zu kurz greift.

   

Leserbrief von Herbert Pjede:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe den Leserbrief von Herrn Scharfenbaum gelesen. Er erliegt leider dem gleichen Irrtum, dem viele Konsumenten erliegen. Nämlich dem Glauben, Papiertragetaschen seien gegenüber Plastiktüten ökologisch von Vorteil.

Dass dem nicht so ist, hat u.a. der NABU festgestellt:

Aber ob Papier- oder Plastiktüte ... die ganze Diskussion ist eine Farce. Sämtliche in Deutschland vertriebenen Folienverpackungen werden über die Dualen Systeme verwertet und recycelt. In den Müllstrudeln der Weltmeere finden sich keine Verpackungen aus Deutschland. Hier landen Kunststoffabfälle aus Ländern, die kein funktionierendes Verwertungssystem haben und in denen die Leute ihre Tüten achtlos in die Natur werfen.

Und: Unsere Kunden ordern bei uns mehr und mehr Tragetaschen mit dem "Blauen Engel". Diese Taschen müssen mindestens 80% Recyclingmaterial aufweisen. Diesen Nachweis müssen wir als Hersteller akribisch dokumentieren und nachweisen. Wir empfehlen dieses Material, weil es nachweislich das optimale Material für Tragetaschen darstellt. Das hat u.a. auch der NDR in einem Bericht dokumentiert.

 

Das Kesseltreiben gegen die Plastiktüte ist völlig unbegründet. Es erinnert stark an die Hexenjagd auf die Glühbirne. In einigen Jahren wird man sich den Kopf kratzen und sich fragen, ob dieser ganze Aktionismus etwas gebracht hat. Die Einsicht wird dann für die Herstellerfirmen und ihre bundesweit rund 20.000 Beschäftigen allerdings zu spät kommen. Dazu auch noch ein passender Kommentar der FAZ.

Zu diesem Thema haben wir soeben auch eine Facebookseite erstellt.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Pjede

Beteiligen auch Sie sich an der Diskussion und schreiben uns Ihre Meinung an info@babyundjunior.de.