26.06.26 – Depressionen bei Eltern
Überforderung, Ängste, fehlende Gefühle
Viele Mütter, aber auch Väter kämpfen nach der Geburt ihres Kindes mit Depressionen. Ein Programm der AOK Rheinland/Hamburg soll Abhilfe schaffen.
Etwa 10 % bis 15 % der Mütter und rund 5 % der Väter sind von sog. peripartalen Depressionen betroffen. Auslöser ist häufig ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Veranlagung, Belastungen im sozialen Umfeld, Vorerkrankungen, frühe Traumata, massiver Schlafmangel oder Empfindlichkeit für hormonelle Veränderungen.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat für Betroffene und Angehörige den „Familiencoach Depression“ entwickelt. Das kostenfreie, anonym nutzbare Modul ist rund um die Uhr online verfügbar. Es enthält eine Reihe von Übungen zur Selbstreflexion, zum besseren Umgang des Angehörigen mit der neuen Situation sowie zum Umgang mit möglichen negativen Gefühlen wie Ärger, Verlusterleben oder Schuld. Zudem gibt es Videos mit Expertentipps und Strategien zur Lösung von Problemen.
„Das Programm zeigt, wie Angehörige ihre Besorgnis erkrankten Personen gegenüber ansprechen und die Betroffenen bestärken können, sich ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe zu suchen“ erklärt Prof. Elisabeth Schramm vom Universitätsklinikum Freiburg, die das Programm in Zusammenarbeit mit der AOK entwickelt hat.



