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26.09.13 – Modellcharakter

Die exklusive Nische

Der Name Bächstädt ist ebenso wie „Nicki’s“ in Rottach-Egern seit fast 30 Jahren ein Synonym für Premium Kids Fashion– und das mittlerweile auf allen Vertriebskanälen. Was Elke Bächstädt mit einem Kindermodenkatalog und einem Laden einst ins Leben rief, führt ihr Sohn Philipp heute in bewährter Qualität weiter, ergänzt durch einen Online-Shop und ein Outlet-Center.

Eine Entwicklung mit Modellcharakter.

Das Team von „Nicki’s“ in Rottach-Egern mit dem Geschäftsführer Philipp Bächstädt (links) und der Gründerin Elke Bächstädt (3. v. r.).

Das Team von „Nicki’s“ in Rottach-Egern mit dem Geschäftsführer Philipp Bächstädt (links) und der Gründerin Elke Bächstädt (3. v. r.).

 
Das 15-jährige Bestehen von „Nicki’s“ Am Mühlbach wurde mit einem VIP-Sale, gutem Essen und Akrobaten gefeiert.

Das 15-jährige Bestehen von „Nicki’s“ Am Mühlbach wurde mit einem VIP-Sale, gutem Essen und Akrobaten gefeiert.

 

Als Elke Bächstädt 1985 "Nickis" gründet, einen Laden für Designer-Kindermode, trifft sie am Tegernsee rasch auf ihr Klientel: Gut situierte, kaufkräftige Kunden, die bald zu Stammkunden werden; darunter den einen oder anderen Promi. Zudem viele Urlauber, die Zeit zum Shoppen mitbringen. Rottach war zu dem Zeitpunkt der Ferienort Nr. 1 in Deutschland. Sicherlich mit mehr Potenzial als Sylt. Wir hatten ganz hochkarätige Kunden aufgrund der Fünf Sterne-Hotels, erinnert sich Elke Bächstädt. Heute sind es vor allem die Kliniken rund um den See, die wohlhabende arabische und russische Besucher anziehen.

Diese Kundschaft will nur exklusive Marken, wie Miss Blumarine, Simonetta, Gucci und Dolce &Gabbana. Wenn sie kommen, dann ist für uns Weihnachten, umschreibt Elke Bächstädt eine Erfahrung, die viele Händler an Kurorten mit ihr teilen.

Kunden, die nicht auf den Preis schauen, gibt es auch in den Anfangsjahren. Die Unternehmerin erinnert sich: "Damals war das Geschäft noch mitten im Ort. Vorne Kindermode, hinten ein Geschäft mit MCM-Taschen. Der Standort war natürlich top. Die ganz hochwertige Schiene. Wir haben das Kindergeschäft ganz in Weiß und mit Lack gestaltet. Die Preise waren eigentlich gar kein Thema. Man musste nicht überlegen: Kannst du jetzt Simonetta kaufen? Das hat sich so vor acht bis zehn Jahren gewandelt. Plötzlich mussten wir auch preissensibel ordern. Ich glaube, dass die jungen Frauen heute pflegeleichter einkaufen und nicht so gern bügeln wollen." Früher hätten sogar Kundinnen, die es sich kaum leisten konnten, das eine oder andere hochwertige Teil eingekauft.

Elke Bächstädt: Nicht viel, keine Masse. Qualitäten wie Petit Bateau. Das kann man auch noch weitervererben. Da hat sich im Bewusstsein sehr viel verändert. Heute ist man mehr eine Wegwerfgesellschaft.

Das ist Philipp Bächstädts Stichwort. Der Sohn der Unternehmensgründerin, den viele noch als ehemaligen Moderator des TV-Formats PS - Das Automagazin; beim Nachrichtensender n-tv kennen, ist seit 2011 alleiniger Geschäftsführer von "Nicki".

Nachhaltigkeit und saubere Textilproduktion sind seine besonderen Anliegen:

Heute hat man die Möglichkeit, ein Hemd für 3 Euro zu produzieren. Ich hoffe, das wird sich irgendwann auch wieder verändern. Dass man eben nicht von Kindern für Kinder kauft, sondern auf Qualität setzt.

Philipp Bächstädt fährt schon mal selbst nach China, um die Produktionsstätten zu prüfen. Wenn ich da etwas mitbekommen sollte, ordere ich nicht mehr. Punkt.

Der junge Geschäftsführer, der als Kind für den Katalog seiner Mutter Modell steht, setzt neue Impulse und führt das Kindermodengeschäft 2010 ins Web-Zeitalter. Heute gibt neben dem 150 m2 großen stationären Geschäft auch den Online-Shop, dazu ein Outlet im nahen Holzkirchen und nach wie vor den Katalog. Insgesamt zwölf Angestellte und zwei Aushilfen sind im Unternehmen beschäftigt. Zum 15-jährigen Bestehen am Rottach-Egener Mühlbach vor wenigen Wochen wird zum VIP-Sale mit Catering, Band, Stelzenläufern und Akrobaten des Rottaler Staatszirkus geladen und mit den Stammkunden gefeiert.

Man sei heute mit dem Sortiment zwar immer noch im Luxusbereich, aber anders ausgerichtet als früher, erklärt Elke Bächstädt: Der sportive, jeansige Anteil ist viel größer geworden. Mein Sohn hat mehr Vingino und Marc O'Polo mit hineingenommen, um eine breitere Kundschaft ansprechen zu können, was auch gerade für den Online-Shop wichtig ist. Dieser hat mittlerweile den Katalogumsatz eingeholt. Philipp Bächstädt ergänzt:Das Sortiment online unterscheidet sich nicht vom stationären Sortiment. Durchaus aber bei den Abverkäufen. Hochpreisiges wird eher stationär gekauft. Und der Katalog ist mittlerweile fast die Basis für den Online-Handel. Dazu fällt Elke Bächstädt ein: Es gibt ja auch noch einige Kunden in meinem Alter, die gern blättern wollen. Viele unserer bisherigen Katalogkunden sind dazu übergegangen, bei uns online zu bestellen Philipp Bächstädt lacht: Sogar in Rottach-Egern gibt es Kunden, die bei uns online bestellen. Auch für den Online-Bereich ist die Mund-zu-Mund-Propaganda sinnvoll. Die Neukunden sind halt das A und O. Eine Mutter mit einem zweijährigen Kind hat man relativ lange als Kundin, wenn man gut ist. Seine Mutter hat hier bereits eine gute Basis geschaffen. Wir haben Kunden, die sagen blind

Ich brauche wieder ein Geschenk für ein Neugeborenes und das tun sie seit 25 Jahren.