19.11.14

Sauber von Anfang an

Greenpeace prüft Textilsiegel für seinen aktualisierten Textilratgeber. 

19.11.2014: Sauber von Anfang an
 

Mit der Broschüre im Taschenformat leistet Greenpeace Aufklärungsarbeit im Textilsiegel-Dschungel. Am besten schneiden dabei die Labels IVN Best (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) und GOTS (Global Organic Textile Standard) ab, die gefährliche Chemikalien bereits in der Produktion verbieten und damit eine saubere Textilproduktion von Beginn an vorschreiben. Eingeschränkt empfehlenswert ist Bluesign.

„Aus einer Flut von Siegeln halten nur wenige hohen Ansprüchen stand. Alle Labels müssen grüne Mode nicht nur antäuschen, sondern wirklich garantieren“, sagt Kirsten Brodde als Chemie-Expertin von Greenpeace. OEKO-TEX etwa hat den neuen Standard „Made in Green“ eingeführt, der sich auf die gesamte textile Kette bezieht und damit deutlich anspruchsvoller ist als der schwache OEKO-TEX Standard 100.

Der Textilratgeber stellt außerdem die fünf in Deutschland gängigsten Sozialstandards vor. Dazu gehören die Fair Wear Foundation, die soziale Bedingungen in Nähfabriken verbessert und sich für gerechtere Löhne einsetzt.

Mit dem Ratgeber zeigt Greenpeace, dass ein weiteres Siegel für Textilien wie der von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller geplante, freiwillige „Grüne Knopf“ überflüssig ist: „Wir brauchen einen strengen, gesetzlich geschützten Standard für grüne Mode – wie beim EU-Bio-Siegel für Lebensmittel“, betont Kirsten Brodde.

www.greenpeace.de