01.09.14

BDKH startet Umfrage zum Thema Kindersicherheit im Auto

Eltern fühlen sich unzureichend über Autokindersitzsysteme informiert

01.09.2014: BDKH startet Umfrage zum Thema Kindersicherheit im Auto
 

Laut einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts Research Now im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller (BDKH) für die Initiative „Kleine Helden leben sicher”, fühlen sich viele Eltern bezüglich der richtigen Nutzung von Autokindersitzen unzureichend informiert.   Insgesamt 1.001 Eltern aus Deutschland mit Kindern im Alter von null bis zwölf Jahren wurden in einer Online-Befragung zu ihrem Wissensstand und Nutzungsverhalten bezüglich Themen wie Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Komfort von Autokindersitzen befragt. Mehr als die Hälfte stuft ihr Wissen als gut bis sehr gut ein. Dabei zeigt die Studie allerdings auch, dass sich mehr als ein Fünftel (22 %) nicht ausreichend über die Unterschiede der verschiedenen Rückhaltesysteme für Kinder informiert fühlt.   Alessandro Zanini, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V., sieht aufgrund des Ergebnisses Handlungsbedarf. Es müsse verständlichere Informationen für Eltern zu diesem Thema geben. „Mit der Sicherheitsinitiative ‚Kleine Helden leben sicher‘ soll die Informationslücke geschlossen werden“, so Zanini.   Wissenslücken gibt es vor allem beim rückwärtsgerichteten Transport von Kleinkindern. Empfohlen wird diese Art der Beförderung von der neuen i-Size-Regelung bis zum Alter von 15 Monaten wegen des geringeren Verletzungsrisikos bei einem Unfall. Diese Regelung ist vorerst parallel zur bestehenden Regelung ECE R44 gültig. Viele Eltern wechseln allerdings schon früher von der Babyschale in den nächstgrößeren, vorwärtsgerichteten Autokindersitz. 30 % der Eltern warten nicht einmal, bis das Kind zehn Monate alt ist.   Auch in Bezug auf Autokindersitze für ältere Kinder sind Eltern nur ungenügend informiert: Ein Fünftel der Befragten weiß nicht, dass reine Sitzerhöhungen ohne Arm- und Rückenlehne keinen Schutz für den Rücken-, Nacken,- oder Kopfbereich bieten. Daneben zeigt die Umfrage, dass manche Eltern Risiken bei der Sicherheit ihrer Kinder eingehen. Denn vier Prozent nutzen hin und wieder gar keinen Kindersitz im Auto: Dies passiert häufig, wenn Familien mit dem Taxi oder den Autos von Freunden unterwegs sind.   www.bdkh.eu