24.04.14

Unglück von Rana Plaza

Betroffene fordern Entschädigung

Im April jährt sich die Katastrophe von Rana Plaza: Beim Einsturz eines Fabrikgebäudes nahe der  Hauptstadt Dhaka starben über 1.130 Menschen, mehr als 1.500 wurden verletzt. Im Gebäude befanden sich mehrere Textilfabriken, die u. a. für den europäischen Markt produzierten.

Textilarbeiterin Shila Begum, die den Zusammensturz überlebte, und ihre Gewerkschaftskollegin Safia Parvin aus Bangladesch reisten vom 9. bis 11. April anlässlich des Jahrestages auf Einladung u. a. der Kampagne für Saubere Kleidung und des INKOTA-netzwerks durch Deutschland, um von den hier vertretenen Textilunternehmen Zahlungen zu verlangen. Diese sollen in den Entschädigungsfonds für die Überlebenden und Hinterbliebenen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) fließen; bisher wurden erst sieben Millionen von den benötigten 40 Millionen US-Dollar bezahlt. Ziel der öffentlichen Protestaktionen und Pressekonferenzen war es, den Druck auf die Unternehmen zu erhöhen, die in Rana Plaza produzieren ließen. Zu den Stationen der Rundreise zählten u. a. Frankfurt a. M., Aschaffenburg und Hamburg.

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